1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Bedingungen gelten für Verträge über Teacher Companion („TCA“) mit KapCorp Labs, Inhaber Taycan Kaplan, Am Buchen 4, 57234 Wilnsdorf, Deutschland, E-Mail support-tca@kapcorp.de („Anbieter“). Abweichende Bedingungen eines Unternehmenskunden gelten nur bei ausdrücklicher Zustimmung.
Der Direktvertrieb über das Web-Kundenkonto wird derzeit ausschließlich Kunden mit Wohnsitz beziehungsweise Sitz in Deutschland angeboten.
2. Leistungsgegenstand
TCA ist ein digitales Produkt zur Organisation von Unterricht und Klassenleitung. Der konkrete Funktionsumfang, unterstützte Systeme, technische Voraussetzungen und enthaltene Onlineleistungen ergeben sich aus der bei Vertragsschluss angezeigten Leistungsbeschreibung. Gesetzliche Aktualisierungs- und Mängelrechte bleiben unberührt.
TCA ersetzt keine schulrechtliche, datenschutzrechtliche oder dienstliche Freigabe. Nutzer müssen vor Verarbeitung realer Schuldaten die Vorgaben der Schule, des Schulträgers und der zuständigen Datenschutzstelle beachten.
2a. Schullizenz für Schulen und Schulträger
Die Schullizenz ist ein vom persönlichen Einzelmodus getrennter, zentral verwalteter Schulmandant. Sie richtet sich ausschließlich an Schulen, Schulträger und sonstige Unternehmer oder juristische Personen. Platzzahl, Laufzeit, Vergütung, Einführung, Support und gegebenenfalls besondere Verfügbarkeitszusagen ergeben sich aus dem individuellen Angebot und der Auftragsbestätigung. Bei Widersprüchen gehen diese Individualvereinbarungen vor.
Die Schule benennt mindestens einen persönlich registrierten Administrator und hält Rollen, Lehrkraftzuordnungen und Stammdaten aktuell. Zugänge ausgeschiedener Beschäftigter sind unverzüglich zu sperren. Lehrerkonten sind personengebunden; Aktivierungslinks dürfen nur von der eingeladenen Person verwendet werden. Vor Übermittlung echter Schuldaten müssen der erforderliche Auftragsverarbeitungsvertrag, die schulrechtliche Freigabe und die vereinbarten technischen Einführungsschritte abgeschlossen sein. Für datenschutzrechtliche Weisungen und Auftragsdaten geht der Auftragsverarbeitungsvertrag diesen AGB vor.
Nach Ablauf oder Beendigung der Schullizenz wird der Schreibzugriff beendet. Export, Rückgabe, Aufbewahrung und Löschung richten sich nach Individualvertrag, Auftragsverarbeitungsvertrag sowie den zwingenden schul- und archivrechtlichen Vorgaben. Rechte aus zwingendem Recht bleiben unberührt.
3. Konto und Vertragsschluss
Für Onlinefunktionen ist ein persönliches Konto mit wahrheitsgemäßen Angaben erforderlich. Zugangsdaten dürfen nicht weitergegeben werden. Im Web-Kundenkonto kann der Nutzer einen Tarif auswählen und bestätigt, dass sein Wohnsitz beziehungsweise Sitz in Deutschland liegt. Unmittelbar vor Abgabe der Bestellung werden Produkt, Gesamtpreis, Abrechnungszeitraum, eine etwaige automatische Verlängerung, Kündigung beziehungsweise Vertragsende und Bereitstellungsbeginn zusammengefasst. Mit „Zahlungspflichtig bestellen“ gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald KapCorp Labs die erfolgreiche Zahlung und Freischaltung im Kundenkonto oder per E-Mail bestätigt.
Bei einem späteren Kauf über Google Play oder einen anderen Store gelten ergänzend dessen Bestell- und Zahlungsbedingungen. Im jeweiligen Bestellvorgang werden Anbieter, Preis und Bedingungen ausgewiesen.
4. Testphase
Neue berechtigte Konten erhalten nach Bestätigung ihrer E-Mail-Adresse einmalig eine 30-tägige Testphase mit dem angezeigten Funktionsumfang. Die Testphase ist kontobezogen und wird durch weitere Geräte oder Neuinstallation nicht erneut gestartet. Ohne gesonderte zahlungspflichtige Bestellung endet sie automatisch und ohne Umwandlung in einen kostenpflichtigen Tarif.
Eine gesonderte Bestellung des Monatsabonnements oder Jahreszugangs ist bereits während der Testphase möglich. Heute werden dabei 0,00 Euro berechnet; über die gehostete Mollie-Seite wird nur eine kostenlose Kartenfreigabe eingeholt. Die erste Abbuchung ist frühestens nach Ende der kostenlosen Testphase am in der Bestellübersicht genannten Tag vorgesehen. Da die Zahlungsplanung mit Kalendertagen arbeitet, wird ein untertägiges Testende auf den folgenden UTC-Kalendertag aufgerundet. Der bezahlte Nutzungszeitraum beginnt erst mit bestätigter Zahlung. Den vorgemerkten Start kann der Nutzer vor dem ersten Zahlungsbeginn im Kundenkonto stornieren. Bestehende bezahlte Verträge werden durch diese Möglichkeit nicht rückwirkend verändert.
5. Preise und Zahlung
Es gilt der unmittelbar vor der Bestellung angezeigte Gesamtpreis. Gemäß § 19 UStG wird aufgrund der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer berechnet oder ausgewiesen. Für rein digitale Leistungen fallen keine Versandkosten an. Verfügbare Zahlungsarten werden vor Beginn des Bestellvorgangs angezeigt.
Die Webtarife kosten 3,99 Euro pro Monat oder 29,99 Euro pro Jahr. Verbindlich ist der in der Bestellübersicht ausgewiesene Gesamtpreis. Die Zahlung wird über die gehostete Zahlungsseite von Mollie abgewickelt. Store-Preise können aufgrund der Plattformbedingungen abweichen.
6. Laufzeit und ordentliche Kündigung
Das Monatsabonnement läuft zunächst einen Monat und verlängert sich anschließend auf unbestimmte Zeit jeweils um einen weiteren Abrechnungsmonat. Es kann jederzeit mit Wirkung zum Ende des bereits bezahlten laufenden Monats gekündigt werden. Der Jahreszugang hat eine feste Laufzeit von zwölf Monaten, verlängert sich nicht automatisch und endet ohne Kündigung zum in der Bestellbestätigung genannten Datum. Ein weiterer Jahreszugang kann danach neu bestellt werden. Günstigere gesetzliche Kündigungsrechte bleiben unberührt.
Webverträge können über Verträge hier kündigen beendet werden. Bei Store-Verträgen steht zusätzlich die Abonnementverwaltung des jeweiligen Stores zur Verfügung. Eine Kündigung löscht nicht automatisch das TCA-Konto.
7. Widerruf
Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten enthält die Widerrufsbelehrung. Soweit gesetzlich vorgesehen, kann das Widerrufsrecht erst nach ausdrücklicher Zustimmung zum vorzeitigen Leistungsbeginn und Bestätigung der Kenntnis über die Rechtsfolgen erlöschen.
8. Nutzungsrecht
Für die Vertragsdauer erhält der Nutzer ein einfaches, nicht übertragbares Recht, TCA im vereinbarten Umfang für eigene berufliche Zwecke zu verwenden. Gesetzlich zwingend zulässige Handlungen bleiben erlaubt. Unzulässig sind insbesondere die Weitergabe von Kontozugängen, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, missbräuchliche Belastung der Systeme und Nutzung zu rechtswidrigen Zwecken.
9. Pflichten bei personenbezogenen Daten
Nutzer dürfen personenbezogene Daten nur verarbeiten, wenn eine tragfähige Rechtsgrundlage, erforderliche Genehmigungen und geeignete Schutzmaßnahmen bestehen. Wiederherstellungsschlüssel und Passwörter sind getrennt und sicher aufzubewahren. Exporte müssen nach dem vorgesehenen Zweck geschützt oder gelöscht werden.
Ist der Nutzer beziehungsweise die von ihm vertretene Stelle Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und verarbeitet KapCorp Labs Daten in deren Auftrag, muss vor der Verarbeitung ein wirksamer Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen sein. Der Nutzer bestätigt, für die Übermittlung schulischer Daten von der verantwortlichen Stelle befugt zu sein. Diese Pflichtverteilung beschränkt keine zwingenden gesetzlichen Pflichten oder Haftung von KapCorp Labs.
10. Synchronisierung, Verschlüsselung und Sicherungen
Onlinefunktionen benötigen eine Internetverbindung. Lokale Änderungen können abhängig von der Funktion später synchronisiert werden. Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann KapCorp Labs verlorene Wiederherstellungsschlüssel nicht ersetzen und verschlüsselte Inhalte nicht entschlüsseln. Nutzer müssen mindestens eine aktuelle, überprüfte und sicher verwahrte Sicherung unterhalten.
11. Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter stellt die Onlineleistungen mit angemessener Sorgfalt bereit. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere durch notwendige Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen außerhalb des Einflussbereichs oder höhere Gewalt entstehen. Planbare wesentliche Wartungen werden nach Möglichkeit angekündigt. Gesetzliche Ansprüche bei dauerhaften oder erheblichen Beeinträchtigungen bleiben bestehen.
12. Aktualisierungen und Kompatibilität
Erforderliche Sicherheits- und Funktionserhaltungsupdates werden im gesetzlich geschuldeten Zeitraum bereitgestellt. Nutzer müssen angebotene sicherheitsrelevante Aktualisierungen zeitnah installieren. Unterstützte Betriebssystemstände und Geräteanforderungen werden in der Produktbeschreibung genannt. Wesentliche Kompatibilitätsänderungen werden vorab mitgeteilt, soweit möglich und gesetzlich erforderlich.
13. Mängelrechte
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften über digitale Produkte, insbesondere §§ 327 ff. BGB. Rechte auf Nacherfüllung, Vertragsbeendigung, Minderung und Schadensersatz werden durch diese Bedingungen nicht eingeschränkt.
14. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei übernommenen Garantien sowie in allen sonstigen gesetzlich zwingenden Fällen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die gesetzlichen Mängelrechte für digitale Produkte bleiben unberührt.
15. Kontosperrung
Bei konkretem Verdacht auf Missbrauch, Angriff, erhebliche Vertragsverletzung oder Gefährdung anderer Nutzer darf der Anbieter erforderliche und verhältnismäßige Schutzmaßnahmen treffen. Betroffene werden informiert, soweit dadurch die Maßnahme nicht gefährdet oder eine Information gesetzlich untersagt wird. Vertragliche und gesetzliche Rechte bleiben erhalten.
16. Vertragskommunikation
Vertragsbestätigungen, Rechnungen, Sicherheitsinformationen und rechtserhebliche Mitteilungen können elektronisch an die hinterlegte E-Mail-Adresse sowie im Kundenkonto bereitgestellt werden. Der Nutzer stimmt dieser elektronischen Übermittlung zu und muss die Adresse aktuell halten. Änderungen dieser Bedingungen werden nicht allein durch Schweigen wirksam; soweit eine Zustimmung erforderlich ist, wird sie ausdrücklich eingeholt.
17. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Die frühere EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung wird nicht mehr betrieben.
18. Anwendbares Recht
Es gilt deutsches Recht. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingender Schutz des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird. Gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.
Stand: 15. Oktober 2026